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Ich habe einen Freund von Annegert Fuchshuber und Beatrice Schenk de Regniers

Ein kleiner Junge wird von einem freundlichen Königspaar am Sonntag zum Tee eingeladen. Auf die Frage, ob er einen Freund mitbringen dürfe, antworten diese, jeder Freund ihres Freundes sei ihnen willkommen. Und da sitzen sie nun am Sonntag im Gartenpavillon und trinken mit einer Giraffe Tee.

 Am Montag ergeht die Einladung zum Eintopfessen, und diesmal bringt der kleine Ich-Erzähler ein Nilpferd mit, dem das Gekochte gleich schüsselweise in das riesige Maul geschaufelt wird. Doch die Einladungen gehen weiter, und so teilen König und Königin am Dienstag mit einer Horde Affen die Tafel, am Mittwoch frühstücken sie mit bzw. auf einem Elefanten, und am Donnerstag zum Maskenball erscheinen Kind und drei Löwen, alle stilgerecht verkleidet. Am Freitag ist Brei-Tag, und diesmal wird ein Picknick veranstaltet, man lässt sich im Schlossbach in Zinkwannen treiben und der zusätzliche Gast, diesmal ein Walross, sorgt mit der Tuba für die musikalische Unterhaltung.

 Als König und Königin für Samstag erneut eine Einladung aussprechen, diesmal zum Tee, scheint den kleinen Jungen das schlechte Gewissen zu plagen und er revanchiert sich mit einer Gegeneinladung – diesmal wollen er und seine Freunde die Gastgeber sein. Und so treffen sich alle zu Keksen, Kuchen und Tee, kuschlig zusammengedrängt in einem Käfig, weil draußen ein fürchterliches Unwetter wütet, wo – im Zoo!


Die traumhaft schönen Illustrationen von Annegert Fuchshuber, die witzigen Ideen, die lockere Reimform mit der Wiederholung von einzelnen Textpassagen, der Weg durch die Woche, die große Spannung, wen der Junge wohl am nächsten Tag mitbringt und wo diesmal das Essen eingenommen wird, die herzliche Atmosphäre –das alles lieben Kinder an diesem vergnüglichen Bilderbuch.
Die deutsche Illustratorin Annegert Fuchshuber (1940-1998) zählt in meinen Augen zu den Allergrößten im Bereich Bilderbuchgestaltung. 1984 erhielt sie den Jugendliteraturpreis für das zauberhafte Umkehr-Bilderbuch „Mausemärchen“/“Riesengeschichte“. Sie illustrierte das „Traumfresserchen“ von Michael Ende, die Kinderbibel von Werner Laubi, und auch zahlreiche selbstverfasste Bilderbücher, z.B. „Der vergessene Garten“, „Karlinchen“ oder „Korbinian mit dem Wunschhut“.

 

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Martin Bernhard Homepage I Alle Inhalte urheberrechtlich geschützt I Letzte Aktualisierung 8.4.09