. Schellen-Ursli von Selina Chönz und Alois Carigiet Doch er ist keiner, der resigniert. Er erinnert sich an eine riesengroße Glocke, die in der Almhütte hoch oben am Berg hängt. Ohne lange zu überlegen, macht er sich mutig allein auf den Weg, klettert über wacklige Stege, quält sich durch tiefen Schnee und erreicht schließlich im letzten Abendlicht die Hütte. Urslis große Freude, als er die wunderbare Glocke findet und erschöpft einschläft, die Aufregung der Dorfbewohner bei ihrer Suche nach dem Kind, die Verzweiflung der Eltern, die die Nacht durchwachen - all diese gegensätzlichen Gefühle erlebt der kleine Leser hautnah mit. Welch ein Glück, als Ursli am nächsten Morgen, die schwere Glocke auf dem Rücken, die Berghänge hinab eilt, an die riesige Tür seines Elternhauses klopft und der Mutter um den Hals fällt. Welch ein Triumph, als er, der Kleinste, mit der größten Glocke den Umzug anführen darf. Und welch ein Gefühl des Stolzes, als er den Eltern sein Abenteuer schildert. Diese erkennen, was er geleistet hat, um die Schande zu vermeiden; sie verzeihen ihm und feiern gemeinsam die glückliche Heimkehr.
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